Der CFD Handel

Wer sich ein wenig mit modernen Finanzinstrumenten beschäftigt, der stößt immer wieder auf die drei Buchstaben CFD. Es handelt sich hierbei um einen sogenannten Differenzkontrakt, also um einen Vertrag zweier Parteien, der über die Wertdifferenzen eines zu Grunde liegenden Basiwertes abgeschlossen wird. Als Trader versucht man also eine Vorhersage über die zukünftige Marktbewegung dieses Assets zu treffen.

Basiswerte können Indizes, Aktien, Währungen oder auch Rohstoffe sein. Da man nur Aussagen über einen Wert trifft keine eigentlichen Assets erwirbt, handelt es sich bei einem CDF Papier um ein Derivat. Man macht also im Prinzip nichts anderes, als eine Wette über den Kursverlauf abzugeben. Liegt man richtig, so sind die Renditen teils beachtlich hoch. Liegt man falsch, ist das Geld meist verloren.

Wer eine Long Position erwirbt, hofft auf Kurssteigerungen des gewählten Basiswertes. Wer jedoch vom Kursverfall ausgeht, der shortet die Position. Oft dient ein CFD Papier auch zur Sicherung eines Anlagegutes. Wenn man nämlich beispielsweise im Aktienhandel teuer ein Risikoreiches Investment tätigt, kann man durch eine Short Position auf das gleiche Papier drohende Verluste durch den Gewinn im CFD teils drastisch reduzieren. Andernfalls geht zwar das CFD verloren, aber man kann sich über den erfolgreichen Verlauf seiner Aktien freuen.

Dies sind die Vorteile des CFD-Handels:

  • Gewinne können sowohl mit steigenden, als auch mit fallenden Kursen erzielt werden
  • Die Renditechancen sind dank dem vergleichsweise geringen Investitionsaufwand beachtlich
  • Wer Hebel nutzt, kann auch mit geringem Einsatz beachtliche Renditen erzielen
  • Der Handel ist jederzeit möglich
  • Man erhält Zugang zu weltweiten Handelsplätzen
  • Die Basiswerte sind in hoher Anzahl verfügbar

 

Bei all dem ist aber wie immer Vorsicht geboten. Denn insbesondere die Verwendung von Hebeln kann deutliche Verluste hervorrufen, die sogar die Einsätze überschreiten können. In einem solchen Fall muss der Händler Geld nachliefern.

Durch dick und dünn mit Short und Long

Haben Sie sich einprägen können, was es heißt short oder long auf eine Position zu gehen? Wiederholen wir das Ganze einfach noch einmal. Wer im CFD Handel eine Short Position eingeht, der sagt, dass er den Wert zu einem späteren Zeitpunkt zum gleichen Kurspreis verkaufen möchte. Den Wert selbst muss er dazu nicht besitzen. Nehmen wir an der tatsächliche Kurs sinkt in dem gewählten Zeitraum. So hat der Trader am Ende die Möglichkeit das Papier viel teurer zu verkaufen, als der normale Markt es eigentlich zulässt.

Andersrum funktioniert die ganze Sache nach genau demselben Prinzip. Nur geht man eben eine Kaufposition ein und hat so bei einem erfolgreichem Trade die Möglichkeit, das Papier billiger einzukaufen am Ende der Laufzeit, als der tatsächliche Kursverlauf möglich machen würde.

Mit dem CFD Handel bekommen Trader Zugang zu über 5000 Märkten weltweit. Dadurch ist das Handeln zu jedem Zeitpunkt möglich. Man kann sogar Handel an den Marktplätze vorbei betreiben und ist so an keine Börsenöffnungszeiten gebunden.

Die Hebel

Ein Hebel in der Mechanik hilft einem ein großes Gewicht mit geringem Kraftaufwand zu stemmen. Auch in der Welt der Derivate funktioniert dieses Prinzip. Hebel erlauben mit wenig Kapital große Investitionsvolumen zu bewegen. Man kann so das Vielfache seines Einsatzes handeln. Gewinne können so deutlich ausfallen. Doch man muss immens aufpassen, dass einem das durch den Hebel getragene Gewicht nicht auf die Füße fällt. Denn die Hebelwirkung, oder auch Leverage-Effekt, kann die Verluste deutlich über den Einsatz führen. In einem solchen Fall muss man im Nachhinein Zahlungen an den Broker leisten.

Die Risiken

Vernünftiger Handel ist ja immer durch die Abwägung von Chancen und Risiken bestimmt. Wer höhere Positionen eingeht, kann natürlich mehr mit nach Hause nehmen, als ein Händler der sich auf kleine Investitionen beschränkt. Doch auch die aggressiven und mutigen Trader sollten sich jeder Zeit vor Augen halten, dass das Risiko mit höheren Renditechancen beständig steigt. Dies gilt insbesondere für die vorgestellten Hebel.

Wer sich unklar über die Funktionsweise oder anderweitige Hebel ist, der braucht mit Hebeln erst gar nicht anfangen. Es steht schlichtweg zu viel auf dem Spiel. Informationen sollte man vor der Handelsentscheidung einholen. Hier steht einem der gute Broker helfend zur Seite. Man findet aber auch unabhängigen Rat in einschlägigen Foren. Wer sich eingehend mit dem CFD Handel beschäftigt, der wird früher oder später auch auf Strategien stoßen, die der Gewinnmaximierung bzw. der Risikobeschränkung gelten. Ohne ein gutes Risikomanagement ist der Handel nicht zu empfehlen.

Ein Beispiel

Sie haben die Aktie von dem Energieversorger Eon schon seit einiger Zeit ins Auge gefasst und sind sich sicher, dass der Wert in den nächsten 6 Monaten zulegen wird. Also erwerben Sie 1.000 CFDs der Aktie, die bei einem Kurs von 8,76 Euro steht und Sie gehen hier eine Long Position ein. Sie bewegen also eine Position von 8760 Euro. Nehmen wir an Sie bedienen sich eines Hebels und ihre Margin liegt bei einem Prozent. Das bedeutet, dass Sie gerade einmal 87,60 Euro als Einsatz benötigen. Dies wäre in diesem Fall Ihre Sicherheitseinlage.

Sollte der Wert der Aktie innerhalb des Zeitrahmens tatsächlich wie erwartet und erhofft auf 9,00 Euro steigen, dann können Sie die Differenz als Gewinn verbuchen. In unserem Beispiel wären das 1000 x 0,24 Euro, was einem Wert von 240 Euro entspricht. In anderen Worten läge ihr Gewinn deutlich über 200 Prozent Rendite.

Der CFD Handel ist reich an Funktionen und Arten von Hebeln und mehr. Denken Sie immer daran sich gut gegen Verlustrisiken zu schützen. Gerade für Neueinsteiger ist zu empfehlen, sich angebotene Demo-Konten zu Nutze zu machen, um sich diesem Handelsinstrument vorsichtig zu nähern. Manche Anbieter gewährleisten eine unbegrenzte Nutzung dieses Test-Kontos. Hier kann auch ausprobiert werden, ob Hebel für einen in Frage kommen, oder eher nicht.

Fazit

Ja der CFD Handel ist komplex und gleichzeitig funktioniert er eigentlich ganz einfach. Wie kompliziert Trades gestaltet werden sollen, bleibt dem Trader ganz und gar selbst überlassen. Hauptsache man merkt sich zu Beginn in welche Richtungen Long- und Short Positionen verlaufen sollen. Man kann wie gesagt CFDs auch hervorragend zum Risikomanagement eingegangener Investitionen im Währungsmarkt oder im Aktienhandel verwenden. Insofern bleibt uns nur noch viel Spaß und Erfolg im Handel zu wünschen.

 

 

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